8. Juli 2019

Christine Lieb

Es wurde der Abschied von Josef Eschbach nach 18 Jahren Heimleitung und das 20-jährige Bestehen des Fördervereins „Freunde des Marie-Mattfeld-Hauses“ gefeiert. Unter dem Lebensmotto von Giovanni Bosco – einem berühmten Heiligen und Pädagogen aus dem 19. Jahrhundert – stand das diesjährige Sommerfest der Stiftung Marie-Mattfeld-Haus: Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen. Die zwei sehr unterschiedliche Anlässe wurden am Nachmittag mit den zahlreich erschienenen Gäste und den Kindern und Jugendlichen gefeiert. Zur Freude aller hatten sich auch Herr Florian Streibl (Freie Wähler) und Herr Arno Nunn (Bürgermeister) angekündigt. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte Christine Lieb (stellvertretende Heimleiterin) Christl Peters (Vorsitzende des Fördervereins), Herr Streibl und Herr Nunn. Zum ersten Mal als Gast erschien auch Josef Eschbach, der bis vor Kurzem der Leiter des Marie-Mattfeld-Hauses war. Auch vielen ehemalige „Heimkinder“ und Mitarbeiter hatten sich eingefunden und wurden mit den gut gelaunten Fördervereinsmitgliedern unter Applaus begrüßt.
Das Motto würde für beide Anlässe einfach perfekt passen, so Lieb. Für Herr Eschbach, der sich als Pädagoge unermüdlich in den letzten 18 Jahren für benachteiligte Kinder/Jugendliche eingesetzt hatte und der Don Bosco auch als sein Vorbild sieht. Nach dieser intensiven Zeit in Oberammergau dürfe er nun etwas gelassener sein und an seiner neuen Stelle in der Jugendhilfeplanung auch mal „die Spatzen pfeifen lassen“. Für den Förderverein ist unumstritten, dass "Gutes tun" das Motto der letzten 20 Jahre war. Stellvertretend dafür wurde Frau Peters von den Heimvertretern Nicole (18) und Max (12) mit einem großen Blumenstrauß und einem ausführlichen Dankeschön geehrt. In seiner Ansprache beschrieb Florian Streibl zur Überraschung vieler Gäste, dass vor 20 Jahren als junger Rechtsanwalt von den Ordensschwestern und dem damaligen Bürgermeister überredet wurde die rechtliche Beratung zu übernehmen und eines der 9 Gründungsmitglieder zu werden. Bis heute ist Streibl noch Mitglied und freut sich über jede Einladung des Marie-Mattfeld-Hauses. Auch Arno Nunn blickte in die Vergangenheit, als junger Mann durfte er sich in einer Heimgruppe ein Fußballspiel ansehen, weil er wohl kein Fernsehgerät hatte. Er verweist auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Hort und Heim. Er spricht den Kindern und Jugendlichen ein großes Kompliment aus, besonders in den Sportgruppen zeige sich, wie selbständig und sozial sie seien.
Nach den offiziellen Reden konnten Gäste und Kinder über Theater, Gedichte und Lieder, die die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern einstudiert hatten, herzlich lachen. Im Spielparkur setzten sich die Kinder mit Vorlieben von Herrn Eschbach auseinander. So mussten sie Wissensfragen beantworten, einen Hundetrainingsplatz bezwingen und sich mit Kreativität an Kunst heranwagen. Zu guter Letzt traten sie dann in dem Spiel „Schlag den Eschbach“ (frei nach Schlag den Raab) noch gegen ihren ehemaligen Heimleiter an. Überraschenderweise konnten sie das Spiel für sich entscheiden. Die Preise bekam dann trotzdem Josef Eschbach– seine Abschiedsgeschenke –überreicht von den Kindern und Jugendlichen. Damit bedankten sich die Kinder und Jugendliche herzlich bei ihm und verabschiedeten sich gebührend.

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